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Was gibt es aktuell für ärztliche Ratschläge unserer Praxis zum Thema Neue Influenza ?
Angesichts des Medienrummels zum Thema Neue Influenza ist es für Patienten und auch Ärzte schwer, sinnvolle
Ratschläge von Unsinn zu trennen und einer Massenpanik, aber auch Fehlinformationen vorzubeugen.
Die folgende Punkte sind Ergebnisse einer industrie- und politikunabhängigen Expertenrunde auf dem Kongress der
Norddeutschen Gesellschaft für Pneumologie in Hamburg am 7.11.2009. Sie stellen keine einklagbaren Fakten dar, wir übernehmen keine Haftung für Richtigkeit oder Beweisbarkeit dieser Feststellungen. Sie
stammen von ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet der Lungenheilkunde und beantworten vielleicht einen Teil Ihrer Fragen:
Der jetzt verfügbare, mit einem Hilfsstoff versehene Impfstoff ist nicht ideal, aber sehr wirksam.
Einen besser wirksamen Impfstoff gibt es aktuell nicht. Er wurde in den letzten Wochen in 40 Ländern verimpft.
Schwere Nebenwirkungen sind bisher nicht gemeldet worden. Lokale Impfnebenwirkungen kommen vor und sind häufiger als bei der üblichen Grippeimpfung. Eine Impfung reicht aus, 2 Wochen nach der
Impfung ist man geschützt.
Der angeblich nur für die Berliner Politiker verfügbare Impfstoff ohne Adjuvanz (Hilfsstoffe) ist deutlich geringer wirksam.
Durch die Verwendung von Adjuvanz ist der Impfstoff auch gegen sog. Driftvarianten des Virus, also geringe
Muationen, wirksam.
Schwangere sollten sich wegen der auch unter Experten noch sehr umstrittenen Frage der Nebenwirkungen in der
Schwangerschaft in den nächsten 4 Wochen noch nicht impfen lassen. Hier mag sich z.Z. auch niemand der Experten festlegen.
Menschen über 60 Jahre scheinen in der Regel einen Antikörperschutz zu haben und nicht schwer zu erkranken, dieser
Bevölkerungsgruppe wird eine Impfung z.Z. generell noch nicht empfohlen. Die üblichen Empfehlungen zur normalen Grippeimpfung haben weiter Gültigkeit.
Kinder und junge Erwachsene erkranken häufiger. Die Ausbildung schwerer Krankheitsbilder mit Notwendigkeit
einer Krankenhausbehandlung tritt sowohl bei bisher Gesunden wie auch bei Patienten mit Vorerkrankungen wie Asthma, Krebserkrankungen etc. auf. Die Tatsache, daß ein Kind Asthma hat, gefährdet dieses
Kind offenbar nur unwesentlich mehr, der eigentliche Risikofaktor ist die Tatsache, daß es ein Kind ist. Ein Kind, welches bereits eine Neue Influenza durch Ansteckung durchgemacht hat, bildet offenbar
nicht zwangsläufig Antikörper aus, es kann also wieder erkranken. Geimpfte Kinder bilden sicheren Antikörperschutz aus.
Alle übrigen Fragen bleiben einer persönlichen Impfberatung vorbehalten.
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